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22. Februar 2023 | FPÖ, Innenpolitik

Starke Worte und beste Stimmung beim FPÖ-Aschermittwochs-Treffen in Ried

Bundesparteiobmann Kickl und OÖ Landesparteichef Haimbuchner begrüßten mehr als 2.000 Gäste in prall gefüllter Jahn-Halle.

FPÖ-Bundesparteiobmann Herbert Kickl beim Aschermittwochstreffen in Ried im Innkreis am Mittwoch.

Foto: Alois Endl

Nach zwei Jahren coronabedingter Zwangspause fand am Mittwoch wieder das von Jörg Haider 1992 eingeführte Aschermittwochs-Treffen der FPÖ in der Jahn-Halle in Ried im Innkreis statt. FPÖ-Bundesparteiobmann Herbert Kickl nahm in dieser Funktion erstmals an der Zusammenkunft teil, zu der neben dem oberösterreichischen Landesparteichef Manfred Haimbuchner und anderen Parteigranden auch rund 2.000 Gäste gekommen waren.

Bier und Heringsschmaus statt Desinfektionsmittel

In bester Feierlaune – immerhin liegt die FPÖ in allen Umfragen der letzten Zeit auf Platz eins – nahm Kickl den ORF, die Bundesregierung und Bundespräsident Alexander Van der Bellen aufs Korn. Die Corona-Pandemie sei vorbei, und die FPÖ ist geblieben, spielte er auf schikanösen Corona-Maßnahmen, die zweifelhafte Rolle gewisser „Experten“ und die immens teuren Lockdowns an. „Es riecht nach Bier und Heringskäse und nicht mehr nach Desinfektionsmittel“, zeigte sich der Parteichef zufrieden.

ORF als "Organisierte Regierungs-Fake-News"

Angesichts der drohenden ORF-Zwangs-Abgabe für alle wähnte sich Kickl “im Kommunismus.“ Der ORF stehe damit auch weiterhin für "Organisierte Regierungs-Fake-News".

Bundespräsident soll wegen "Staatsgefährdung" abtreten

Besonders hart attackierte er Bundespräsident Van der Bellen, den er als „größten Demokratie- und Staatsgefährder“ bezeichnete. Denn Van der Bellen glaube, „Staatsoberhaupt in einem NATO-Land zu sein und nicht in einem neutralen Staat.“ Er gehöre deshalb „des Amtes enthoben“.

Grüne singen "Sag mir, wo die Panzer sind"

Karl Nehammer wurde als „schlechtester Bundeskanzler aller Zeiten“ tituliert, die Grünen würden statt „Sag mir, wo die Blumen sind“ heute „Sag mir, wo die Panzer sind“ singen. Und die zerrissene SPÖ würde mittlerweile „Mitleidsbeiträge“ einheben.

Freiheitlicher Kanzler hätte Nein zu Wirtschaftskrieg gesagt

Herbe Kritik übte Kickl an den EU-Sanktionen gegen Russland, denen sich unsere Bundesregierung ohne Nachzudenken blind angedient hätten: „Ein freiheitlicher Bundeskanzler hätte einen solchen Wirtschaftskrieg nicht unterstützt“, legte er seine Position klar. Es gebe ja auch keine Sanktionen gegen umstrittene US-amerikanische Oligarchen wie Bill Gates. Die einfachen Ukrainer seien wohl Opfer der Russen, aber auch von Amerikanern, NATO und EU, die diesen Krieg immer weiter entfachen.

Gender-Unfug und Klima-Kommunismus

Nicht fehlen durften Seitenhiebe auf das immer penetrantere Gendern in ORF, Bildungseinrichtungen und anderen öffentlichen Stellen, obwohl die Mehrheit der Bevölkerung dies entschieden ablehne. Wenn es so weitergehe, werde man bald „Elternteil unser“ statt „Vater unser“ beten müssen. Auch der „Klima-Kommunismus“ der grünen Verkehrsministerin Leonore Gewessler wurde aufs Korn genommen, Gewessler selbst wünschte Kickl „einen Besen“ als CO2-freies Fortbewegungsmittel. Er selbst werde nach der Veranstaltung „mit Genuss“ in seinen Audi Turbodiesel steigen und gemütlich heimfahren.

Totalversagen der ÖVP-Innenminister

Die gescheiterte Asylpolitik der Bundesregierung durfte ebenfalls nicht fehlen, haben doch die ÖVP-Innenminister in den letzten Jahren eine nie gekannte illegale Migrations-Flut über Österreich ergehen lassen. Es brauche mehr denn je eine „Festung Österreich“ und einen sofortigen Asyl-Stopp: Kein einziger Antrag dürfe mehr angenommen werden.

"Politisch inkorrekte Gemeinschaft"

Ganz auf Kickls Linie zeigte sich auch „Hausherr“ und OÖ-Landesparteichef Haimbuchner, der mit den Worten „Wir sind wieder da“ die „politisch inkorrekte Aschermittwochs-Gemeinschaft“ begrüßte. Der Bundesregierung prophezeite er einen „Knockdown“, die Klima-Experten würden „zu viel am Kleber schnüffeln“. Hart ins Gebet nahm er Innenminister Gerhard Karner, durch dessen Inkompetenz Migranten-Übergriffe wie jene zu Allerheiligen in Linz möglich geworden seien. Seitens des Innenministerium werden nichts dagegen unternommen, „denn es ist ja Ka(r)ner da!“

Aber das werde sich ändern, die schwarz-grüne Regierung werde man nämlich „wegkickeln“.


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